Imagefilm im Marketing: 12 Wege ihn richtig zu nutzen
Ein Imagefilm, der nur auf der Startseite liegt, arbeitet an einem von zwölf möglichen Orten. Viele Unternehmen bezahlen den ganzen Film und nutzen nur einen Bruchteil davon. Dieser Ratgeber zeigt, wo ein Film im Marketing seinen Platz hat, welche Fassung wohin gehört und woran Sie erkennen, ob er etwas bringt.
Haben Sie noch keinen Film, beginnt die Arbeit früher: im Imagefilm-Konzept. Dort wird festgelegt, wo er laufen soll, bevor gedreht wird.

Welche Aufgabe ein Imagefilm im Marketing hat
Werbung will einen schnellen Kauf. Der Imagefilm arbeitet subtiler. Er sorgt dafür, dass jemand, der Sie zum ersten Mal sieht, schnell Vertrauen fasst, und dass jemand, der schon interessiert ist, die letzten Zweifel verliert. Er ist damit kein eigener Kanal, sondern Material für alle Kanäle, die Sie ohnehin haben.
Im Idealfall macht ein Imagefilm die Essenz der Marke sichtbar, sodass jedem Betrachter von außen sofort eine Verbindung zu dieser Firma aufbaut.
Kalt oder warm: wer den Film gerade sieht
Derselbe Film wirkt unterschiedlich, je nachdem, wie gut der Zuschauer Sie schon kennt. Wer Sie zum ersten Mal sieht, auf LinkedIn oder auf der Messe, gibt Ihnen etwa 30 Sekunden. In dieser Zeit muss klar sein, wer Sie sind und warum das interessant ist. Ein Interessent nach dem zweiten Gespräch schaut dagegen zwei Minuten und will danach Details: Abläufe, Referenzen, die Menschen, mit denen er arbeiten wird.
Sinnvoll ist deshalb eine eigene Fassung für jede Stufe. Der kurze Clip öffnet die Tür, die Hauptfassung schafft Vertrauen, die lange Fassung oder eine Case Study hilft bei der Entscheidung.
Website und Google: wo der Film gefunden wird
Startseite
Auf der Startseite macht der Film EINDRUCK. In den ersten Sekunden muss der Zuschauer das Gefühl haben großes Kino zu erleben, oder er langweilt sich. Auch beantwortet der Film die ersten Fragen. Binden Sie den Film über einen Videohost ein, mit eigener 15s Video-Vorschau, und laden Sie den Player erst beim Klick. So bleibt die Seite schnell.
Seite “Über uns”
Wer diese Seite öffnet, will wissen, wer hinter der Firma steht. Hier passt die längere Fassung mit Interviews besser als der kurze Clip.
Leistungs- und Landingpages
Ein Ausschnitt, der genau die Leistung zeigt, um die es auf der Seite geht, wirkt stärker als der ganze Film. Für eine Seite über Dachsanierung reichen 30 Sekunden vom Dach. Hier lohnt sich aus dem Hauptfilm mehrere kürzere Versionen rauszuschneiden, die spezifisch auf die einzelnen Leistungen eingehen.
Youtube
Auf YouTube suchen viele gezielt nach Videos zu einem Thema. Geben Sie dem Film einen Titel mit den Wörtern, nach denen Ihre Kunden suchen, etwa Gewerk und Ort. Dazu gehören eine Beschreibung mit Link zur Website und ein Vorschaubild mit Menschen statt Logo.
Google-Unternehmensprofil
Im Profil, das bei Suchen nach Ihrem Firmennamen und auf Google Maps erscheint, können Sie Videos hochladen. So sieht man den Betrieb, bevor man die Website besucht.
Berührungspunkte im Vertrieb
Nach dem Erstkontakt
Ein erster flüchtiger Kontakt kann Interesse wecken, jedoch noch kein Vertrauen aufbauen. Ein Imagefilm tut genau das, egal, wie Sie diesen Interessenten auf sich aufmerksam gemacht haben. Jetzt geht es ans Eingemachte. Er will wissen, wer Sie sind und ob er sich näher mit Ihnen beschäftigen sollte. Genau da punktet ein Imagefilm mit geballter Überzeugungskraft in kürzester Zeit.
E-Mail Kampagne
E-Mail-Kampagnen sind eine der besten Möglichkeiten, um B2B-Kunden zu gewinnen. Doch oft wirken sie aufdringlich und schaffen wenig Vertrauen. Auch hier schafft es ein Image-Film, wie kein anderes Medium, innerhalb von ein paar Minuten das Eis zu brechen und eine Verbindung zum Gegenüber aufzubauen.
Entscheidungsgespräch und presentation
ABF Bauausführungen zeigt seinen Film in jedem Gespräch mit Großkunden: über 2.000 m² Terrassen, gebaut für ein saniertes Gewerbeobjekt. Das ersetzt viele Folien über Referenzen. In Vorträgen erklärt ein Ausschnitt von 30 Sekunden mehr als drei Folien.
Messe
Hier bedarf es einer kurzen Version, die über eine große Video-Wall ausgespielt wird, denn Licht lockt Leute. Am Stand bleibt niemand für zwei Minuten stehen. Dafür braucht es einen Loop ohne Ton, der auch im Vorbeigehen verständlich ist.




Social Media und Anzeigen
Aus demselben Material entstehen kurze Clips im Hoch- und Querformat. Laden Sie Videos direkt auf die Plattform hoch, statt einen Link zu teilen, und setzen Sie Untertitel. Viele Videos laufen dort ohne Ton. Bitten Sie Mitarbeitende, die im Film zu sehen sind, ihn zu teilen.
Mit Videoanzeigen auf LinkedIn, Meta oder YouTube erreichen Sie gezielt Zielgruppen, etwa Einkäufer einer Branche oder Fachkräfte in Ihrer Region. Für Anzeigen eignen sich die Kurzfassungen am besten. Außerdem lassen sich durch Retargeting Kampagnen warme Zielgruppen gezielt ansprechen.
Bewerber sehen, wo sie künftig arbeiten würden, und mit wem. Gerade im Handwerk, wo Fachkräfte knapp sind, ist das oft der Grund, sich bei Ihnen zu melden und nicht beim Betrieb nebenan. Wie wir dafür in Werkstatt und auf der Baustelle drehen, zeigt die Seite Imagefilm für Handwerksbetriebe.
Welche Fassung an welchen Ort gehört
Was überall gleich läuft, passt nirgends richtig. Planen Sie die Fassungen vor dem Dreh, dann sparen Sie weitere Drehtage.
Wie lang die Hauptfassung sein sollte und warum, erklärt der Ratgeber zum Imagefilm-Konzept im Abschnitt zur Länge.
Woran Sie messen, ob der Film etwas bringt
Klicks allein sagen wenig. Legen Sie vor dem Start fest, welche Zahl sich ändern soll, und schauen Sie nach drei Monaten wieder hin.
Rechnen Sie dabei nicht in Kosten pro Jahr, sondern in Aufträgen, bis der Film bezahlt ist. Meist sind es wenige.
Fragen zum Einsatz von Imagefilmen
Darf ich den Film später ändern?
Ein neues Logo oder eine geänderte Einblendung ist meist schnell gemacht, weil das Rohmaterial archiviert bleibt. Verlässt jemand aus dem Film das Unternehmen, reicht es oft, die Person aus künftigen Fassungen herauszunehmen.
Wo zeige ich meinen Imagefilm?
Überall dort, wo sich jemand ein Bild von Ihnen macht: Website, Google-Profil, Vertrieb, Social Media, Stellenanzeige, Messe und Präsentation. Am stärksten wirkt er meist im Vertrieb, nach dem ersten Kontakt.
Wie lange und wo darf ich den Film nutzen?
Im Schnitt fünf Jahre, oft länger. Bei Purpose sind Website, Social Media und interne Nutzung im Preis enthalten, im Regelfall zeitlich und örtlich unbegrenzt. Für TV oder große Kampagnen sprechen wir vorab über zusätzliche Rechte.
Wann macht ein Imagefilm für das Marketing Sinn?
Wenn Ihr Angebot erklärungsbedürftig ist, wenn Vertrauen den Ausschlag gibt oder wenn Sie Fachkräfte suchen. Für ein Produkt, das man im Regal vergleicht, ist ein Werbefilm meist die bessere Wahl. Die Vorteile und Grenzen im Einzelnen stehen im Ratgeber zu den Vorteilen eines Imagefilms.
Der beste Zeitpunkt, über die Kanäle nachzudenken, ist vor dem Dreh. Wir legen die Einsatzorte im Konzeptgespräch mit Ihnen fest und liefern die Fassungen gleich mit, auf Wunsch mit Vorschaubildern, Titeln und Beschreibungstexten. Beispiele dafür, wie ein Film an vielen Orten zugleich arbeitet, finden Sie in unseren Imagefilm-Beispielen.
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