Was ist ein Imagefilm?
Ein Imagefilm ist ein Film, der ein Unternehmen als Ganzes vorstellt: wofür es steht, was es kann und wie dort gearbeitet wird. Anders als ein Werbefilm verkauft er kein einzelnes Produkt, sondern macht sichtbar, was die Firma und die Marke ausmacht.
In der Praxis scheitern viele Filme an genau diesem Punkt. Sie zeigen lächelnde Menschen im Büro, eine Drohne über dem Firmengelände und am Ende das Logo, also Bilder, die jede andere Firma der Branche genauso hätte. Worauf es stattdessen ankommt, steht in diesem Ratgeber. Wenn Sie schon wissen, dass Sie einen Imagefilm brauchen, können Sie Ihren Imagefilm erstellen lassen.

Imagefilm: Bedeutung des Begriffs
Das Wort setzt sich aus dem englischen „Image“ und „Film“ zusammen. Gemeint ist das Bild, das andere von einem Unternehmen haben. Im Englischen heißt der Imagefilm meist „corporate film“, „company video“ oder „brand film“.
Daneben sind mehrere Namen für dasselbe Format üblich. Im Mittelstand sagt man eher Unternehmensfilm oder Firmenfilm, online eher Imagevideo, Firmenvideo oder Unternehmensvideo. Fast immer geht es um einen Film, der das ganze Unternehmen vorstellt.
Was einen Imagefilm ausmacht
Jeder Imagefilm arbeitet auf zwei Ebenen gleichzeitig. Auf der ersten liegt die Information: was hergestellt wird, für wen, an welchem Ort. Die zweite läuft nebenher und wirkt stärker. Sie zeigt, wie das Unternehmen auftritt. Ruhig oder laut, sorgfältig oder schnell, nahbar oder distanziert.
Diese zweite Ebene lässt sich nicht in einen Text schreiben. Ein Zuschauer sieht, wie ein Tischler eine Fensterkante prüft, und weiß danach mehr über die Sorgfalt des Betriebs als nach drei Absätzen über Qualitätsanspruch. Ein Imagefilm beantwortet in kurzer Zeit die Frage, ob man mit diesen Leuten arbeiten möchte.
Was in einen Imagefilm gehört
Vier Dinge braucht fast jeder gute Film dieser Art. Fehlt eines, merkt der Zuschauer es, auch wenn er nicht sagen kann, warum.
Menschen die Wirklich dort arbeiten
Echte Mitarbeitende erkennt man an den Händen, an der Kleidung und daran, wie selbstverständlich sie mit dem Werkzeug umgehen. Darsteller wirken daneben sauberer, aber fremd.
Der Ort, an dem gearbeitet wird
Werkstatt, Halle, Baustelle oder Büro. Der Ort sagt viel darüber, wie ein Betrieb arbeitet, und er bleibt über Jahre gleich.
Die Arbeit selbst
Nicht das Ergebnis allein, sondern der Prozess wie es entsteht. Ein fertiges Dach ist ein Foto. Wie es gedeckt wird, ist ein Film.
Ein ALLEINSTELLUNGSMERKMAL
Wer nicht aus der Masse heraussteht, geht unter. Das muss kein klassischer USP sein, sondern kann auch die Machart des Films sein, die etwas über das das Wie und das Warum der Firma aussagt.
Welche Arten von Imagefilm es gibt
Unter dem Namen Imagefilm laufen mehrere Formate. Sie unterscheiden sich darin, für wen sie gemacht sind und was sie leisten sollen.
Oft entstehen zwei davon aus einem Dreh, etwa Porträt und Arbeitgeberfilm. Für Deutsche Dach Dienstleistungen ist neben dem Imagefilm ein eigener Recruitingfilm für Dachdecker entstanden. Wie solche Filme fertig aussehen, zeigen unsere Imagefilm-Beispiele nach Branche.
Für Handwerk und Bau
Hier entscheidet sich viel am Drehort. Gedreht wird auf der Baustelle und in der Werkstatt, während der Betrieb weiterläuft, und oft dient derselbe Film Kunden und Bewerbern. Mehr dazu auf der Seite Imagefilm für Handwerk und Bau.
Für Industrie und Fertigung
Im Werk gelten eigene Regeln: Schichtpläne, Sicherheitszonen, Bereiche, die nicht gefilmt werden dürfen. Wie wir damit umgehen, beschreibt die Seite zum Industriefilm.
Imagefilm, Werbefilm, Erklärfilm: die Unterschiede
Die Begriffe werden oft durcheinander verwendet. Für Ihre Anfrage ist der Unterschied wichtig, weil jedes Format eine andere Aufgabe hat.
Imagefilm und Werbefilm
Der Werbefilm will einen Kauf auslösen, meist für ein Produkt und in einer gezielten Kampagne. Er ist kurz, zugespitzt und nach einigen Monaten verbraucht. Der Imagefilm dagegen stellt die Firma dahinter vor und läuft im Schnitt fünf Jahre. Wer ihn sieht, soll Vertrauen fassen, nicht sofort bestellen.
Imagefilm und Erklärfilm
Ein Erklärfilm macht einen Ablauf oder ein Produkt verständlich, animiert oder als Realfilm. Seine Frage lautet „Wie funktioniert das?“. Beim Imagefilm heißt sie „Wer seid ihr?“. Beides kann in einem Projekt entstehen, aber selten in einem Film.
Imagefilm und Unternehmensvideo
Hier ist die Grenze am unschärfsten. Unternehmensvideo ist der Sammelbegriff für jedes Video, das eine Firma über sich veröffentlicht, vom Imagefilm bis zum Clip für LinkedIn. Imagefilme sind also eine Form davon, nicht umgekehrt.
Wozu Unternehmen einen Imagefilm einsetzen?
Er zeigt, was sich nicht beschreiben lässt, und präsentiert das Unternehmen der Außenwelt, auch ohne PowerPoint, Vertrieb oder Messestand. Bei der ABF brachte der Film in der ersten 4 Wochen 60 neue Wartungsverträge. Bei Schütze Immobilien sorgt es für mehr Vertrauen noch vor dem ersten persönlichen Kontakt.
Wo die Wirkung endet, gehört dazu: Kein Film ersetzt Vertrieb oder gute Leistung. Alle Vorteile und ihre Grenzen im Einzelnen stehen im Ratgeber zu den Vorteilen eines Imagefilms. Wie Sie ihn einsetzen, damit er tatsächlich gesehen wird, erklärt der Ratgeber zum Imagefilm im Marketing.
Lohnt sich ein Imagefilm für kleine Unternehmen?
Ja, unter zwei Bedingungen. Erstens braucht er ein Publikum, das Sie durch den Film besser erreichen und schneller überzeugen: Hausverwaltungen, Großkunden, Bewerber. Zweitens muss das Budget für mehr reichen als Mittelmaß. Unter 5.000 € raten wir ab, weil der Film dann selten mehr sagt, als Sie selbst in zwei Minuten erzählen könnten.
Die Tischlerei König hat rund zehn Mitarbeitende und trotzdem mit ihrem Film gezielt Hausverwaltungen erreicht und überzeugt. Weitere Fälle, in denen wir abraten, stehen auf der Seite unserer Imagefilm Agentur.
Fragen rund um den Imagefilm
Was kostet ein Imagefilm?
Bei uns beginnt ein Imagefilm bei 5.000 €, bei mittelständischen Unternehmen meist ab 12.000 €. Für größere Kampagnen kann eine Produktion auch 60.000 € oder mehr kosten. Die drei Stufen und was jeweils enthalten ist, zeigt der Preisrahmen auf der Seite Imagefilm erstellen lassen.
Was unterscheidet Imagefilm, Unternehmensfilm und Imagevideo?
In der Praxis meinen alle drei Begriffe dasselbe Format. „Unternehmensfilm“ wird häufiger im Mittelstand verwendet, „Imagevideo“ eher im Online-Kontext und bei kürzeren Fassungen. Entscheidend ist nicht der Name, sondern was im Angebot steht: Konzept, Drehtage, Schleifen, Rechte.
Wie lang ist ein Imagefilm?
Die meisten liegen zwischen 90 und 180 Sekunden. Für Social Media und Messe entstehen kürzere Fassungen aus demselben Material.
Wie macht man einen Imagefilm?
Zuerst kommt das Konzept: Ziel, Publikum, Botschaft, Drehorte. Erst dann wird gedreht und geschnitten. Eine Vorlage für das Konzept steht im Ratgeber zum Imagefilm-Konzept, die Punkte vor dem Drehtag in der Imagefilm-Checkliste.
Kann ich einen Imagefilm mit KI selbst erstellen?
Als Entwurf oder als Clip für Social Media reicht ein KI-Werkzeug. Soll der Film Ihr Unternehmen jahrelang vertreten, fehlt ihm, was ihn glaubwürdig macht: der eigene Betrieb und die eigenen Leute.
Jetzt kennen Sie die Möglichkeiten und die Grenzen. Ob ein Film für Ihren Betrieb sinnvoll ist, klären wir in einem kurzen Gespräch, auch mit dem Ergebnis, dass er es nicht ist.
Imagefilm erstellen lassen

