Ratgeber

Imagefilm-Checkliste: 25 Punkte vor, am und nach dem Dreh

Die meisten Probleme bei einem Imagefilm entstehen nicht am Drehtag. Sie entstehen lange vorher, wenn niemand gefragt hat, wer die Einwilligungen einsammelt, wann die Maschine in Halle 2 läuft oder wer am Ende den Film freigibt. Diese Checkliste sammelt, was wir in über 200 Produktionen gelernt haben.

Sie ist in drei Phasen geteilt: vor dem Dreh, am Drehtag und danach. Arbeiten Sie mit einer Agentur, erledigt sie den Großteil. Abhaken sollten Sie trotzdem jeden Punkt, denn einige kann nur Ihr Haus klären. Wie das inhaltliche Konzept entsteht, das vor dieser Liste liegt, erklärt der Ratgeber zum Imagefilm-Konzept.

Elias Münchow
Gründer & Creative Director
Aktualisiert am 05.10.2026
6 Min. Lesezeit
Phase 1 · Punkte 1 bis 14

Checkliste vor dem Dreh

Diese 14 Punkte entscheiden, ob der Drehtag ruhig wird. Klären Sie sie früh, am besten zusammen mit dem Konzept.

Ziel und Publikum

Inhalt

Menschen und Recht

Organisation

Phase 2 · Punkte 15 bis 20

Checkliste für den Drehtag

Am Drehtag selbst ist wenig zu entscheiden, wenn die Vorbereitung stimmt. Diese sechs Punkte sorgen dafür, dass der Betrieb weiterläuft und das Material vollständig ist.

Hinweis

Dass ein Dreh den Betrieb nicht anhalten muss, zeigen unsere Filme aus Werkstatt und Baustelle. Wie wir dort vorgehen, steht auf der Seite Imagefilm für Handwerk und Bau. Für Fertigung mit Sicherheitszonen und Werkschutz gelten eigene Regeln, beschrieben auf der Seite zum Industriefilm.

Phase 3 · Punkte 21 bis 25

Checkliste nach dem Dreh

20 Punkte sind erledigt, der Film ist trotzdem noch nicht fertig. Diese fünf entscheiden, ob er auch gesehen wird.

Hinweis

Wie Sie den Film nach der Abnahme einsetzen, damit er nicht nur auf der Startseite liegt, steht im Ratgeber zum Imagefilm im Marketing.

Interviews vor der Kamera vorbereiten

Fast jeder Imagefilm lebt von Menschen, die über ihre Arbeit sprechen. Gute Interviews kommen nicht vom Auswendiglernen, sondern von guten Fragen und wenig Druck.

Fragen statt Text

Geben Sie Ihren Leuten keine Sätze vor. Wer einen Text aufsagt, klingt wie jemand, der einen Text aufsagt. Besser sind drei bis vier offene Fragen, die vorher bekannt sind: Was machst du hier genau? Was war das schwierigste Projekt? Warum bist du geblieben?

Am Arbeitsplatz, nicht im Besprechungsraum

Menschen reden freier dort, wo sie sich auskennen. Ein Gespräch an der Werkbank oder im Lager wirkt glaubwürdiger als eines vor einer weißen Wand.

Zeit lassen

Die besten Sätze kommen oft nach zehn Minuten, wenn die Kamera vergessen ist. Pro Interview braucht es mindestens eine halbe Stunde, auch wenn im Film nur 20 Sekunden davon bleiben. [PRÜFEN: Zeitansatz 30 Minuten pro Interview mit Elias abstimmen]

Was in der Vorbereitung am häufigsten fehlt

Niemand darf entscheiden

Fünf Personen geben Rückmeldung, keine entscheidet. Jede Korrekturschleife wird dann zur Abstimmung. Legen Sie vor dem Dreh fest, wer das letzte Wort hat.

Die Einwilligungen kommen zu spät

Wer am Drehtag erst unterschreiben soll, sagt manchmal nein. Dann fehlt eine Szene, die schon geplant war. Holen Sie die Einwilligungen ein, bevor der Drehplan steht.

Der Einsatz ist unklar

Erst nach der Abnahme fragt jemand nach einer Version für die Messe oder für LinkedIn. Was vor dem Dreh geplant ist, kostet vor allem Schnittzeit. Fassungen, an die niemand gedacht hat, brauchen manchmal Bilder, die nie gedreht wurden.

Was Sie erledigen und was die Agentur übernimmt

Viele Punkte der Liste übernimmt eine gute Produktion für Sie. Einige kann nur Ihr Haus klären.

Aufgabe
Ihr Haus
Agentur
Ziel, Zielgruppe, Kernbotschaft
Wissen liefern, freigeben
Fragen stellen, formulieren
Konzept und Szenenfolge
freigeben
schreiben
Protagonisten
auswählen, ansprechen
beraten, vorbereiten
Einwilligungen
einsammeln
Vorlagen liefern
Betriebsrat
informieren
Zeitplan berücksichtigen
Drehgenehmigungen
Zugang zum eigenen Gelände
Genehmigungen im öffentlichen Raum und für Drohnen
Drehtag
eine Ansprechperson
Kamera, Licht, Ton, Ablauf
Korrekturen
eine Person, die entscheidet
Schnitt, Farbe, Ton
Fassungen und Untertitel
Einsatzorte nennen
liefern

Bei Purpose kommt Ihr Haus so auf rund neun Stunden Aufwand: etwa vier für die Abstimmung, vier für die Vorbereitung und eine für die Abnahme. Wie ein Projekt bei uns abläuft, steht auf der Seite unserer Imagefilm Agentur.

Fragen zur Imagefilm-Checkliste

Wie lange vorher sollte die Planung beginnen?

Rechnen Sie ab einem festen Termin, etwa einer Messe, rund acht Wochen zurück. Dort liegt der Projektstart.

Gilt die Checkliste auch, wenn wir selbst drehen?

Ja, sogar mehr. Ohne Agentur fehlt jemand, der an Einwilligungen, Ton und Datensicherung denkt. Gerade diese Punkte sind beim Selbstdreh die häufigsten Lücken.

Gibt es die Checkliste als PDF?

Noch nicht. Sie können diese Seite ausdrucken, die Punkte sind dafür nummeriert. [FEHLT: PDF erstellen, danach Antwort und Download mit E-Mail-Abfrage ergänzen]

Was kostet die Vorbereitung?

Die Vorbereitung mit Vorgespräch und Konzept ist bei uns im Preis enthalten, den es ab 5.000 € gibt. Wovon der Preis abhängt, zeigt die Seite zu den Imagefilm-Kosten.

Elias Münchow, Gründer und Creative Director, Purpose Production
Geschrieben von
Elias Münchow
Gründer und Creative Director, Purpose Production

Elias hat Purpose Production gegründet und über 200 Produktionen für Unternehmen geplant und gedreht. Beim Spielfilm „RUN“ (2025) war er Drohnenpilot.

Die Liste mit uns durchgehen

Sie müssen nicht jeden Punkt allein beantworten. Im Erstgespräch gehen wir die Liste mit Ihnen durch und sagen, was davon wir übernehmen. Danach bekommen Sie Konzept und Festpreis.

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