Ratgeber

Imagefilm-Checkliste: 25 Punkte vor, am und nach dem Dreh

Die meisten Probleme bei einem Imagefilm entstehen lange vor dem eigentlichen Dreh.
Wer sammelt die Einwilligungen? Wann läuft die Maschine in Halle 2? Wer kümmert sich um saubere Arbeitskleidung? Diese Checkliste sammelt, was wir in über 7 Jahren gelernt haben.

Bei jeder Art von Film- und Videoproduktion gibt drei Phasen: vor dem Dreh, am Drehtag und danach. Arbeiten Sie mit einer Agentur, erledigt sie den Großteil. Wie das inhaltliche Konzept entsteht, das vor dieser Liste liegt, erklärt der Ratgeber zum Imagefilm-Konzept.

Elias Münchow
Gründer & Creative Director
Aktualisiert am 18.10.2026
6 Min. Lesezeit
Phase 1 · Punkte 1 bis 14

Checkliste vor dem Dreh

Diese 14 Punkte entscheiden, ob der Drehtag ruhig wird. Klären Sie sie früh, am besten zusammen mit dem Konzept.

Ziel und Publikum

Inhalt

Menschen und Recht

Organisation

Phase 2 · Punkte 15 bis 20

Checkliste für den Drehtag

Am Drehtag selbst ist wenig zu entscheiden, wenn die Vorbereitung stimmt. Diese sechs Punkte sorgen dafür, dass der Betrieb weiterläuft und das Material vollständig ist.

Hinweis

Dass ein Dreh den Betrieb nicht anhalten muss, zeigen unsere Filme aus Werkstatt und Baustelle. Wie wir dort vorgehen, steht auf der Seite Imagefilm für Handwerk und Bau. Für Fertigung mit Sicherheitszonen und Werkschutz gelten eigene Regeln, beschrieben auf der Seite zum Industriefilm.

Phase 3 · Punkte 21 bis 25

Checkliste nach dem Dreh

20 Punkte sind erledigt, der Film ist trotzdem noch nicht fertig. Diese fünf entscheiden, ob er auch fertiggestellt wird.

Hinweis

Wie Sie den Film nach der Abnahme einsetzen, damit er nicht nur auf der Startseite liegt, steht im Ratgeber zum Imagefilm im Marketing.

Interviews vor der Kamera vorbereiten

Fast jeder Imagefilm lebt von Menschen, die über ihre Arbeit sprechen. Gute Interviews kommen nicht vom Auswendiglernen, sondern von guten Fragen und wenig Druck.

Fragen statt Text

Geben Sie Ihren Leuten keine Sätze vor. Wer einen Text aufsagt, klingt wie jemand, der einen Text aufsagt. Besser sind offene Fragen: Was machst du hier genau? Was war das schwierigste Projekt? Was fasziniert dich an deinem Beruf?

Am Arbeitsplatz, nicht im Besprechungsraum

Menschen reden freier dort, wo sie sich auskennen. Ein Gespräch an der Werkbank oder im Lager wirkt glaubwürdiger als eines vor einer weißen Wand.

Zeit lassen

Die besten Sätze kommen oft nach zehn Minuten, wenn die Kamera vergessen ist. Pro Interview braucht es mindestens meist halbe Stunde, auch wenn im Film nur 20 Sekunden davon bleiben. PRO TIPP: Achten Sie aber darauf, dass Sie vor dem Interview nur Smalltalk Fragen stellen und noch NICHT ins Fachliche gehen. Das passiert dann erst im Interview, wenn die Kamera läuft.

Was in der Vorbereitung am häufigsten fehlt

Niemand darf entscheiden

Fünf Personen geben Rückmeldung, keine entscheidet. Jede Korrekturschleife wird dann zur Abstimmung. Legen Sie vor dem Dreh fest, wer das letzte Wort hat.

Die Einwilligungen kommen zu spät

Wer am Drehtag erst unterschreiben soll, sagt manchmal nein. Dann fehlt eine Szene, die schon geplant war. Holen Sie die Einwilligungen ein, bevor der Drehplan steht.

Der Einsatz ist unklar

Erst nach der Abnahme fragt jemand nach einer Version für die Messe oder für LinkedIn. Was vor dem Dreh geplant ist, kostet vor allem Schnittzeit. Fassungen, an die niemand gedacht hat, brauchen manchmal Bilder, die nie gedreht wurden. Etwas neu zu drehen, ist um ein Vielfaches aufwendiger und teurer, als es zu planen und dann zu schneiden.

Was Sie erledigen und was die Agentur übernimmt

Viele Punkte der Liste übernimmt eine gute Produktion für Sie. Einige müssen Sie intern klären.

Aufgabe
IhrE FIRMA
Agentur
Ziel, Zielgruppe, Kernbotschaft
Wissen liefern, freigeben
Fragen stellen, formulieren
Konzept und Szenenfolge
freigeben
schreiben
Protagonisten
auswählen, ansprechen
beraten, vorbereiten
Einwilligungen
einsammeln
Vorlagen liefern
Betriebsrat
informieren
Zeitplan berücksichtigen
Drehgenehmigungen
Zugang zum eigenen Gelände
Genehmigungen im öffentlichen Raum und für Drohnen
Drehtag
eine Ansprechperson
Kamera, Licht, Ton, Ablauf
Korrekturen
eine Person, die entscheidet
Schnitt, Farbe, Ton
Fassungen und Untertitel
Einsatzorte nennen
liefern

Bei uns entstehen für Sie vorab ca. 9 Stunden Aufwand: etwa vier für die Abstimmung, vier für die Vorbereitung und eine für die Abnahme. Wie ein Projekt bei uns abläuft, steht auf der Seite unserer Imagefilm Agentur.

Fragen zur Imagefilm-Checkliste

Wir haben einen festen Termin. Wie planen wir rückwärts?

Bestenfalls 8–12 Wochen vor einem konkreten Termin. Natürlich geht es auch schneller, wenn z. B. das Konzept schon steht oder weniger Abstimmungen erforderlich sind. Nach unserer Erfahrung macht es allerdings Sinn, immer genug Puffer einzuplanen, falls das Wetter nicht mitspielt, Personen im Urlaub sind, Räumlichkeiten geblockt sind etc. Pufferzeit schadet nie.

Kostet das Konzept extra?

Die Vorbereitung dauert meist mehrere Wochen und ist inklusive Vorgespräch und Konzept bei uns im Preis enthalten. Dieser beginnt ab 5.000 €. Wovon der Preis abhängt, zeigt der Preisrahmen.

Gilt die Checkliste auch, wenn wir selbst drehen?

Ja, sogar umso mehr. Ohne Agentur fehlt jemand, der an Einwilligungen, Ton und Datensicherung denkt. Gerade diese Punkte sind beim Selbstdreh die häufigsten Lücken.

Gibt es die Checkliste als PDF?

Ja. Über „Liste drucken“ können Sie die Checkliste ausdrucken oder als PDF speichern. Die Punkte sind dafür nummeriert.

Elias Münchow, Gründer und Creative Director, Purpose Production
Geschrieben von
Elias Münchow
Gründer und Creative Director, Purpose Production

Elias hat Purpose Production gegründet und über 200 Produktionen für Unternehmen geplant und gedreht. Beim Spielfilm „RUN“ (2025) war er Second Unit Kameramann und Drohnenpilot.

Die Liste mit uns durchgehen

Sie müssen nicht jeden Punkt allein beantworten. Im Erstgespräch gehen wir die Liste mit Ihnen durch und sagen, was davon wir übernehmen. Danach bekommen Sie Konzept und Festpreis.

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